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Amarant- Gänsefuß- und Knöterichgewächse
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Faszination Botanik
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| Impressum |
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Amarant-, Gänsefuß- und Knöterichgewächse - Bestimmungskurs
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Sa. 26. September 2026 09.00 - 18.00 Uhr
Ort: Botanischer Garten Ulm |
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In diesem Bestimmungskurs werden wir eine Auswahl Pflanzen bearbeiten, die für gewöhnlich wenig beachtet werden, unscheinbare Blüten besitzen und doch einen wesentlichen Anteil an der Pflanzendecke haben. Allen gemeinsam sind die kleinen Blüten, das häufige Vorkommen auf gestörten Stellen (Ruderalflächen) und in landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie ihr hoher Anteil eingeschleppter Arten (Neophyten). Um die systematische Stellung richtig einordnen zu können, müssen die Blüten detailliert untersucht werden, dafür ist in der Regel eine stark vergrößernde Lupe nötig. Die Amarantgewächse sind bei uns typische Kulturfolger, teilweise sind sie schon mit dem Ackerbau nach Mitteleuropa eingewandert (Archaeophyten), die meisten Arten stammen jedoch aus Nord- und Südamerika und sind deshalb typische Neophyten. Durch den intensiven Maisanbau der letzten Jahrzehnte konnten sie sich bei uns stark ausbreiten. Einige Arten werden als Zier- und Nutzpflanzen gezogen (Amaranthus caudatus und A. cruentus) und zählen zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschen in Süd- und Mittelamerika. Die Gänsefußgewächse spielen als Kulturpflanzen ebenfalls eine bedeutende Rolle: Spinat, Zucker- und Futterrüben sowie Rote Beete und Mangold, außerdem der heimische, wildwachsende Gute Heinrich und der aus Südamerika stammende Quinoa. Viele Arten der Gänsefußgewächse sind salztolerant und kommen deswegen verstärkt an Meeresküsten, Binnensalzstellen und Straßenrändern vor. Aus der Familie der Knöterichgewächse wird vor allem Buchweizen als Nutzpflanze kultiviert, einige Arten treten dagegen als lästige Unkräuter in der Landwirtschaft auf. Als dominante Neophyten haben sich die asiatischen Staudenknöteriche bei uns etabliert.
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